Eichenprozessionsspinner bekämpfen

Amy - Mulder Retail|Veröffentlicht am

Die Bekämpfung des Eichenprozessionsspinners kann zahlreiche körperliche Beschwerden verhindern. In diesem Blog erfahren Sie alles über das Erkennen und die wirksame Bekämpfung des Eichenprozessionsspinners.

Eikenprocessierups bestrijden
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Juckende Haut, rote Pusteln und Irritationen nach dem Spazierengehen, Radfahren oder Entspannen im eigenen Garten. Darauf kann jeder gut verzichten. Leider kann der Eichenprozessionsspinner zahlreiche gesundheitliche Beschwerden verursachen. Diese unangenehme Raupe hat sich in den vergangenen Jahren zu einer regelrechten Plage im Frühling und Sommer entwickelt. Umso wichtiger ist es, den Eichenprozessionsspinner rechtzeitig zu erkennen.

In diesem Blog erklären wir, was den Eichenprozessionsspinner ausmacht, wie er aussieht, welche Entwicklungsstadien er durchläuft und wo er vorkommt. Außerdem geben wir praktische Tipps zur Bekämpfung und Vorbeugung. Los geht’s!

Was ist der Eichenprozessionsspinner?

Der Eichenprozessionsspinner, wissenschaftlich Thaumetopoea processionea, ist ein Insekt, das sich bevorzugt in Eichen ansiedelt. Es handelt sich um die Raupe eines Nachtfalters, dessen Larven Anfang April aus den Eiern schlüpfen. Die Falter selbst stellen kein Problem dar, wohl aber die Raupen in ihren Entwicklungsstadien.

Die Raupen leben in Eichenbäumen und sind an ihren langen, weißen Haaren zu erkennen, die ihnen ein pelziges Aussehen verleihen. Diese Haare enthalten ein stark reizendes Gift, das bei Hautkontakt gesundheitliche Beschwerden hervorrufen kann. Mit zunehmendem Wachstum bilden die Raupen dichte Nester, die nicht nur für die Bäume, sondern auch für Menschen und Tiere in der Umgebung eine Gefahr darstellen.

Ein grundlegendes Verständnis des Lebenszyklus und Verhaltens des Eichenprozessionsspinners ist entscheidend, um wirksame Gegenmaßnahmen ergreifen zu können.

Eikenprocessierups

Das typische Erscheinungsbild des Eichenprozessionsspinners mit seinen langen weißen Haaren.

Beschwerden nach Kontakt mit dem Eichenprozessionsspinner

Die feinen Brennhaare der Raupen enthalten ein stark reizendes Gift. Beschwerden entstehen, wenn diese mikroskopisch kleinen Haare mit der Haut in Berührung kommen. Typische Symptome sind:

  • rote, stark juckende Pusteln
  • Schwellungen
  • rötliche Hautstreifen
  • anhaltender Juckreiz

Die Symptome treten nicht immer sofort auf, sondern entwickeln sich häufig innerhalb weniger Stunden. Bei empfindlichen Personen können zudem Reizungen der Augen und Atemwege auftreten. Bei starken Reaktionen sollte unbedingt ein Arzt aufgesucht werden. Auch wenn es schwerfällt, sollte Kratzen unbedingt vermieden werden, da sich die Beschwerden dadurch deutlich verschlimmern können. Diese kleinen Raupen können also erheblichen Ärger verursachen.

Eichenprozessionsspinner erkennen

Der Eichenprozessionsspinner besitzt ein charakteristisches Aussehen mit langen, weißen Haaren. Auch die Nester sind gut erkennbar. Sie bestehen aus dichten Gespinsten, die wie große, grauweiße Ballen wirken. Meist befinden sie sich in Astgabeln von Eichen, teilweise auch direkt am Stamm.

Wichtig zu wissen ist, dass die Raupen nicht immer sofort sichtbar sind. Die Nester sind jedoch ein deutlicher Hinweis auf ihre Anwesenheit.

Eikenprocessierups nest

Ein Nest des Eichenprozessionsspinners besteht aus Gespinsten und Brennhaaren.

Wann ist der Eichenprozessionsspinner aktiv?

Der Eichenprozessionsspinner ist vor allem im Frühling und Sommer aktiv. Der genaue Zeitraum hängt von den Wetterbedingungen und den Temperaturen ab. In den Niederlanden ist er in der Regel zwischen Mai und August besonders aktiv.

Anfang April schlüpfen die Raupen aus den Eiern der Nachtfalter und sind zunächst noch ungefährlich. In den darauffolgenden drei Monaten häuten sie sich insgesamt fünfmal. Erst nach der vierten Häutung entwickeln sich die gefährlichen Brennhaare. Dies geschieht meist im Mai, weshalb ab diesem Zeitpunkt besondere Vorsicht geboten ist.

Eichenprozessionsspinner bekämpfen

Gerade in den warmen Monaten möchte man sich unbeschwert im Garten aufhalten, spazieren gehen oder Rad fahren. Umso wichtiger ist es, bei einem Befall rechtzeitig zu handeln.

Neben chemischen Bekämpfungsmitteln gibt es auch nachhaltige und natürliche Methoden, um den Eichenprozessionsspinner zu bekämpfen und vorzubeugen:

1. Professionelle Hilfe

Befinden sich Raupen oder Nester an öffentlichen Orten, sollte umgehend die Gemeinde informiert werden. Diese kann fachgerecht reagieren und die Nester entfernen. Häufig werden befallene Bäume zudem gekennzeichnet, sodass diese Bereiche gemieden werden können.

2. Förderung der Biodiversität

Die Förderung der Biodiversität ist eine der wirksamsten natürlichen Bekämpfungsmethoden. Durch das Aussäen spezieller Blumen- und Kräutermischungen lassen sich natürliche Feinde des Eichenprozessionsspinners anlocken. Auf diese Weise reguliert die Natur die Population selbst.

Es gibt spezielle Blumenmischungen, die gezielt zur Bekämpfung des Eichenprozessionsspinners entwickelt wurden. Auch bei Samendirekt bieten wir eine solche Mischung an. Sie zieht natürliche Feinde wie Schlupffliegen, Schlupfwespen, Käfer, Wanzen, Schwebfliegen, Florfliegen und Ameisen an, die insbesondere das Raupenstadium bekämpfen.

Der Eichenprozessionsspinner selbst profitiert nicht von Blüten, da der Nachtfalter keinen Nektar aufnimmt. In den letzten Jahren hat sich gezeigt, dass diese Strategie zu einem natürlichen Gleichgewicht beiträgt und die Belastung deutlich reduziert.

3. Bekämpfung mit Nematoden

Die Bekämpfung mit Nematoden stellt eine umweltfreundliche und effektive Methode dar. Diese mikroskopisch kleinen Fadenwürmer werden in der Nähe befallener Eichen ausgebracht. Sie dringen in die Raupen ein und setzen dort Bakterien frei, die die Raupen abtöten.

Diese biologische Bekämpfung ist sehr gezielt und schont andere Organismen im Ökosystem. Voraussetzung ist eine sorgfältige Planung und Anwendung während der aktiven Phase der Raupen. So wird das ökologische Gleichgewicht gefördert und der Einsatz chemischer Mittel vermieden.

4. Anbringen von Nistkästen

Auch das Anbringen von Nistkästen ist eine wirkungsvolle Maßnahme. Vogelarten wie Kohlmeisen und Blaumeisen zählen zu den natürlichen Feinden des Eichenprozessionsspinners. Durch geeignete Brutplätze werden diese Vögel angesiedelt und tragen aktiv zur Reduzierung der Raupen bei.

Die Vögel fressen die Raupen und helfen so, das natürliche Gleichgewicht im Ökosystem wiederherzustellen.

Durch die Kombination dieser Maßnahmen und eine Anpassung an die jeweiligen Gegebenheiten können sowohl Privatpersonen als auch Gemeinden den Eichenprozessionsspinner nachhaltig und verantwortungsvoll bekämpfen.

Haben Sie noch Fragen? Dann zögern Sie nicht, Kontakt mit uns aufzunehmen. Wir beraten Sie gerne, damit Sie Frühling und Sommer wieder unbeschwert im Grünen genießen können.