Ein Sedumdach selbst anlegen

Amy - Mulder Retail| Geschreven op

Een Sedumdach anzulegen ist nachhaltig, kostensparend, schön und wertvoll. Möchtest du mehr über die Anlage eines Gründachs erfahren? Dann lies hier weiter.



Sedumdak
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Möchtest du zu einer nachhaltigeren Lebensumgebung beitragen und gleichzeitig von allen Vorteilen eines grünen Daches profitieren? Dann ist ein Sedumdach die ideale Lösung. In diesem Blog erklären wir dir alles rund um Sedumdächer und deren Aufbau. Du erhältst eine ausführliche Anleitung, mit der du schon bald selbst loslegen kannst. Erfahre mehr über die Vorteile, entdecke die Kosten und folge dem Schritt-für-Schritt-Plan für ein praktisches Sedumdach über deinem Kopf. Los geht’s.

Was ist ein Sedumdach?

Ein Sedumdach, auch Gründach genannt, ist eine attraktive Form der Dachbegrünung, bei der das Dach mit Sedumpflanzen, also Fetthennen, bewachsen ist. Sedum ist bekannt dafür, sehr gut in trockenen, nährstoffarmen Bedingungen zu gedeihen. Das liegt daran, dass diese Pflanzen Wasser in ihren Blättern speichern. Dadurch eignen sie sich ideal für Dächer.

Ein Sedumdach fungiert als lebendige, natürliche Isolationsschicht, die die Temperatur deines Wohn- oder Geschäftsgebäudes reguliert. Darüber hinaus bietet eine Sedumdachbegrünung viele weitere Vorteile.

Vorteile eines Sedumdachs

  • Durch die natürliche Isolationswirkung ist dein Haus oder Gebäude im Sommer kühler und im Winter wärmer.
  • Die Energiekosten sinken.
  • Sedumpflanzen fördern die Biodiversität.
  • Regenwasser wird von den Pflanzen aufgenommen, wodurch die Gefahr von Überschwemmungen und überlasteten Abwassersystemen reduziert wird.
  • Sedumdächer bringen mehr Grün in die Umgebung und steigern den ästhetischen Wert.
  • Da Sedum extremen Wetterbedingungen standhält, hat ein Gründach eine lange Lebensdauer.

Was kostet die Anlage eines Sedumdachs?

Eine pauschale Antwort gibt es hier leider nicht, da die Kosten von mehreren Faktoren abhängen. Dazu zählen unter anderem die Größe des Daches, das gewählte Sedumsystem, ob du das Dach selbst anlegst oder anlegen lässt sowie der Vorbereitungsaufwand für dein Dach.

Gibt es Förderungen für Sedumdächer?

Die Anlage eines Sedumdachs kann förderfähig sein. Das hängt vom Land, der Region und den lokalen Vorschriften ab. In manchen Gemeinden gibt es Förderungen für umweltfreundliche Maßnahmen, zu denen auch Gründächer zählen. Ziel ist es, Nachhaltigkeit zu fördern, Hitze in Städten zu reduzieren und die Luftqualität zu verbessern. Die Förderung der Biodiversität wird in vielen Gemeinden ausdrücklich unterstützt.

Ob du dafür infrage kommst, erfährst du bei deiner Gemeinde, bei Umweltorganisationen oder Energieversorgern in deiner Region. Dort erhältst du Informationen zu möglichen Zuschüssen oder steuerlichen Vorteilen für dein Sedumdach.

Wann ist der beste Zeitpunkt, ein Sedumdach anzulegen?

Die beste Zeit für die Anlage eines Sedumdachs ist das Frühjahr oder der frühe Sommer. In diesen Monaten sind die Temperaturen mild und es gibt ausreichend Sonnenlicht für eine schnelle Anwurzelung der Sedumpflanzen. Zudem fällt häufig genug Regen, den die Pflanzen in ihren Blättern speichern können.

Behalte dennoch immer die Wettervorhersage im Blick. Vermeide die Anlage bei Frost oder extremer, anhaltender Hitze.

Wie legst du ein Sedumdach an?

Ein Sedumdach anzulegen erfordert Vorbereitung und Wissen. Du kannst die Arbeit auslagern, was jedoch teurer ist. Besonders bei geneigten Dächern ist Vorsicht geboten, da Sedum dort leichter verrutschen kann. Für dieses Schritt-für-Schritt-Plan konzentrieren wir uns auf Flachdächer, da diese am besten geeignet sind.

Schritt 1: Vorbereitung und Tragfähigkeit

Eine gute Vorbereitung ist entscheidend. Bevor du Sedumpflanzen kaufst, solltest du dein Dach gründlich inspizieren. Sorge dabei immer für deine eigene Sicherheit und gehe nie allein aufs Dach.

Wie viel Gewicht trägt dein Dach?

Ein Sedumdach kann schwer werden, besonders bei Regen. Wenn du unsicher bist, ob dein Dach die zusätzliche Last tragen kann, wende dich an einen Statiker oder Bausachverständigen.

Schritt 2: Dach prüfen und schützen

Kontrolliere, wo sich Abläufe befinden, da diese stets frei bleiben müssen. Prüfe das Dach auf Undichtigkeiten und behebe diese vorab. Entferne alte Dachbeläge, Kies oder lose Materialien und reinige die Fläche gründlich.

Schritt 3: Schutzvlies anbringen

Ein Schutzvlies schützt dein Dach vor möglichen Wurzelschäden. Das ist besonders sinnvoll, wenn dein Dach bereits leichte Beschädigungen aufweist. Achte darauf, dass Wasserabläufe nicht blockiert werden.

Schritt 4: Abdichtung und Drainage

Eine gute Abdichtung und ein funktionierendes Drainagesystem sind essenziell. Verwende beispielsweise eine Drainagematte über dem Schutzvlies, damit überschüssiges Wasser zuverlässig abgeführt wird.

Schritt 5: Substratschicht aufbringen

Die Substratschicht ist die Grundlage für gesundes Pflanzenwachstum. Du kannst zwischen Substratplatten, einer Substratmischung oder einer Kombination aus beidem wählen. Verwende stets hochwertiges Substrat und verteile es gleichmäßig.

Schritt 6: Sedumpflanzen auswählen und pflanzen

Jetzt kannst du deine Sedumpflanzen auswählen. Achte auf eine Mischung, die für das mitteleuropäische Klima geeignet ist, und platziere die Pflanzen gleichmäßig. Berücksichtige dabei unterschiedliche Wuchsgeschwindigkeiten.

Sedumdach-Mischungen

Bei Samendirekt findest du spezielle Blumenmischungen für Sedumdächer.

Das Sedumdach-Blumenmischung enthält 22 verschiedene Wildblumenarten und fördert die Biodiversität. Die Mischung besteht überwiegend aus niedrig wachsenden ein- und mehrjährigen Blumen und zieht zahlreiche Nützlinge wie Bienen und Schmetterlinge an. Der Pflegeaufwand ist gering und beschränkt sich meist auf ein- bis zweimaliges Jäten pro Jahr.

Schritt 7: Vegetationsfreie Zone anlegen

Eine vegetationsfreie Randzone schützt den Dachrand und sorgt für eine saubere Optik. Diese Zone ist in der Regel 10 bis 30 Zentimeter breit und kann mit Kies oder Platten gestaltet werden.

Schritt 8: Bewässerung und Anwurzelung

Gieße dein neues Sedumdach gründlich an. In der Anfangsphase benötigen die Pflanzen zusätzliche Bewässerung, bis sie gut angewurzelt sind. Später reicht meist Regenwasser aus.

Schritt 9: Biodiversität fördern

Optional kannst du die Artenvielfalt weiter erhöhen, zum Beispiel durch Insektenhotels oder zusätzliche Blühpflanzen. Das ist gut für die Umwelt und sieht schön aus.

Schritt 10: Ästhetik verbessern

Mit Ziergräsern kannst du deinem Sedumdach zusätzliche Struktur, Höhe und Farbe verleihen und es noch attraktiver gestalten.

Pflege eines Sedumdachs

Die Pflege ist einfach. Zwei Kontrollgänge pro Jahr reichen meist aus:

  • Bewässern bei längerer Trockenheit
  • Unkraut entfernen
  • Wasserabläufe kontrollieren
  • Dach auf Schäden prüfen
  • Düngen, um Nährstoffe zu ergänzen

Düngung für dein Sedumdach

Es gibt spezielle Dünger für Sedum- und Gründächer. Diese fördern eine dichte, kräftige Vegetation, reduzieren Unkraut und erhöhen die Widerstandsfähigkeit gegen extreme Wetterbedingungen.

 

Beratung gewünscht?

Bei Samendirekt helfen wir dir gerne bei der Umsetzung deines Sedumdachs. Ob auf dem Land oder in der Stadt, Sedumdächer werden immer beliebter und das aus gutem Grund. Hast du Fragen zu unseren Blumenmischungen oder Düngern? Dann nimm gerne Kontakt mit uns auf. Wir wünschen dir viel Freude mit deinem neuen Sedumdach.