Giersch im Garten bekämpfen
Lesen Sie hier, wie Sie Giersch erkennen, bekämpfen und kontrollieren können.
Giersch, auch bekannt als Aegopodium podagraria, ist ein vielseitiges Kraut, das in der Küche für verschiedene Rezepte verwendet werden kann. Im Garten wird die Pflanze jedoch häufig als Unkraut angesehen. Giersch kann sich in kurzer Zeit stark ausbreiten und ganze Gartenflächen überwuchern. Er breitet sich schnell aus und bildet ein äußerst kräftiges Wurzelsystem. Die Wurzeln können bis zu drei Meter tief wachsen. Dieses unterirdische Geflecht bildet ständig neue Ausläufer, aus denen wiederum neue Pflanzen entstehen. Dadurch ist Giersch schwer zu entfernen. Selbst wenn die Stängel regelmäßig entfernt werden, bleibt das robuste Wurzelsystem erhalten und treibt erneut aus. In diesem Artikel erfahren Sie, wie Sie Giersch erkennen und bekämpfen können.
Was ist Giersch?
Giersch, auch als Hahnenfuß bekannt, ist eine der häufigsten krautigen Stauden in Deutschland. Die Pflanze gehört zur Familie der Doldenblütler, zu der auch Pastinake, Petersilie und Karotte zählen. Giersch kommt häufig auf Feldern, Wiesen, in Parks sowie in Gärten vor. Er gedeiht gut zwischen Staudenbeeten und Pflastersteinen. Giersch ist nicht winterhart und stirbt im Winter oberirdisch ab. Im Frühjahr treibt er jedoch umso stärker wieder aus.
Giersch: Freund oder Feind?
Giersch wird oft als Gärtnerleid bezeichnet, da er stark wuchert und schwer zu bekämpfen ist. Gleichzeitig kann er aber auch nützlich sein. Als Küchenkraut eignet er sich für Salate oder zur Zubereitung von Tee. Die Pflanze ist reich an Mineralstoffen und Vitamin C. Zudem trägt Giersch zu einer guten ökologischen Balance bei. Er dient als Wirtspflanze für verschiedene Nachtfalterarten und den Schwalbenschwanz. Auch Wildbienen und Schwebfliegen besuchen die nektarreichen Blüten gerne. Giersch kann also durchaus ein wertvoller Gartenbewohner sein. Steht er nicht im Weg, empfiehlt es sich, ihn stehen zu lassen.
Ursache für Giersch im Garten
Giersch wächst bevorzugt an feuchten, nährstoffreichen Standorten im Halbschatten. Sein Auftreten ist ein Hinweis auf einen sehr fruchtbaren Boden. Besonders schattige Gärten begünstigen sein Wachstum. Wer Giersch reduzieren möchte, sollte den Boden gezielt abmagern.
Giersch erkennen: Wie sieht er aus?
Giersch besitzt einen aufrechten, hohlen Stängel, der grünlich oder rötlich gefärbt sein kann. Die Blätter sind gefiedert und bestehen aus fünf bis sieben unregelmäßig gezackten Teilblättern. Die Blüten erscheinen in doldenförmigen Blütenständen mit zehn bis zwanzig kleinen Döldchen. Die Blätter sind leuchtend grün.
Von Mai bis Juli blüht Giersch mit weißen bis rosafarbenen Doldenblüten und erreicht eine Höhe von etwa 60 bis 90 Zentimetern. Die Blüte ähnelt der des Wiesenkerbels, lässt sich jedoch gut anhand der Blattstruktur unterscheiden.

Giersch bekämpfen
Wird Giersch frühzeitig erkannt, kann er mit einer Grabegabel oder Forke ausgegraben werden. Wichtig ist, die Pflanze vor der Blüte zu entfernen, um eine weitere Ausbreitung zu verhindern. Dabei müssen Wurzeln und Wachstumspunkte vollständig entfernt werden. Bereits kleine Wurzelreste können erneut austreiben. Die manuelle Entfernung ist zeitaufwendig, aber effektiv und muss regelmäßig wiederholt werden.

Giersch mit Kalk bekämpfen
Diese Methode wirkt langfristig. Giersch bevorzugt saure Böden. Kalk neutralisiert den pH-Wert und erschwert dem Giersch das Wachstum. Auch zerkleinerte Eierschalen können helfen, den Boden weniger sauer zu machen.
- Unsere Empfehlung
Giersch mit Essig bekämpfen
Essig ist kein Wundermittel, sondern eine kurzfristige Lösung. Die Essigsäure greift die Zellstruktur der Pflanze an, wodurch sie geschwächt wird und abstirbt. Verwenden Sie unverdünnten Essig in einer Sprühflasche und besprühen Sie die Blätter gezielt. Die Anwendung kann wiederholt werden. Verwenden Sie Essig sparsam, um das Bodenleben nicht zu schädigen.
Giersch mit Kartoffelschalen bekämpfen
Kartoffelschalen sind eine natürliche und umweltfreundliche Alternative. Sie enthalten Solanin, eine Substanz, die gegen Giersch und andere hartnäckige Unkräuter wirkt.
Vorgehensweise:
- Kartoffelschalen gründlich abspülen
- In einen Eimer oder Topf geben und mit Wasser bedecken
- 30 Minuten kochen und abgedeckt ziehen lassen
- Abkühlen lassen und absieben
- Flüssigkeit in eine Sprühflasche füllen und die Blätter besprühen
Giersch mit Tri-But Turbo bekämpfen
Wenn andere Methoden nicht ausreichen, kann ein Unkrautvernichter eingesetzt werden. Tri-But Turbo gilt als sehr wirksam gegen Giersch und bekämpft die oberirdischen Pflanzenteile schnell und effektiv.
Anwendungshinweise:
- Gebrauchsanweisung sorgfältig lesen
- An einem trockenen, windstillen Tag anwenden
- Temperaturen zwischen 12 und 25 Grad Celsius
- Nicht bei starker Sonne oder Regen anwenden
- Kontakt mit anderen Pflanzen vermeiden
- 4 bis 6 Stunden einwirken lassen
- Weitere Informationen entnehmen Sie bitte der beiliegenden Anleitung.
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