Pilze im Rasen bekämpfen

Patrick - Mulder Retail|Veröffentlicht am

In diesem Blog erklären wir, wie Sie Pilze im Rasen bekämpfen und vorbeugen können.

Paddenstoel in gras
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Wir alle lieben einen sattgrünen, gepflegten Rasen. Moos und Unkraut können diesen Anblick trüben, doch das gilt ebenso für Pilze. Pilze kennen wir vor allem aus dem Herbst, sie können jedoch das ganze Jahr über im Rasen erscheinen. In diesem Blog erklären wir, wie Pilze im Rasen entstehen, wie Sie sie bekämpfen können und wie Sie ihr Auftreten in Zukunft möglichst vermeiden.

Warum wachsen Pilze im Rasen?

Pilze im Rasen entstehen durch das Vorhandensein von Pilzgeflechten im Boden. Die ideale Umgebung für Pilze ist feucht und nährstoffreich. Häufig wird gefragt: „Sind Pilze eigentlich Schimmel?“ Die Antwort lautet: Pilze sind die Fruchtkörper von Bodenpilzen.

Wird der Rasen regelmäßig bewässert oder fällt viel Regen, bleibt der Boden dauerhaft feucht. In Kombination mit ausreichend organischem Material entsteht so ein ideales Umfeld für Pilze und damit auch für Pilzfruchtkörper im Rasen. Pilze sind daher grundsätzlich ein Zeichen für eine gesunde, nährstoffreiche Bodenstruktur.

Pilzarten im Garten

Nicht jeder Pilz ist gleich. In Gärten können verschiedene Pilzarten auftreten, die sich in Aussehen und Wirkung unterscheiden. Die meisten sind harmlos, dennoch ist es sinnvoll zu wissen, um welche Art es sich handelt und wie man am besten damit umgeht.

Unschädliche Pilze im Rasen

1. Austernseitling

Der Austernseitling (Pleurotus ostreatus) kommt ganzjährig vor. Er ist für Rasen, Menschen und Haustiere in der Regel unbedenklich.

2. Steinpilz

Der Steinpilz (Boletus edulis) ist anfangs hell, später dunkelbraun bis rötlich. Auch dieser Pilz ist für Rasen, Mensch und Tier ungefährlich.

3. Pfifferling

Der Pfifferling (Cantharellus cibarius) ist auch als Eierschwamm bekannt. Diese gelblich bis orangefarbenen Pilze sind harmlos und bei Sammlern sogar beliebt. Dennoch raten wir davon ab, Pilze ohne Fachkenntnis zu sammeln, da viele Arten sich stark ähneln.

Giftige Pilze im Rasen

1. Grüner Knollenblätterpilz

Der Grüne Knollenblätterpilz (Amanita phalloides) zählt zu den giftigsten Pilzen weltweit und wächst auch in Deutschland. Er tritt meist zwischen Juli und Oktober auf. Wird er entdeckt, sollte unbedingt ein Fachmann zur Entfernung hinzugezogen werden. Niemals ohne Handschuhe oder Schutzmaßnahmen entfernen.

2. Fliegenpilz

Der bekannte rote Pilz mit weißen Punkten (Amanita muscaria) ist giftig. Halten Sie ihn unbedingt von Kindern und Haustieren fern.

3. Gifthäubling

Der Gifthäubling (Galerina marginata) enthält Amatoxine und kann tödlich sein. Auch hier gilt: nicht selbst entfernen, sondern Experten einschalten.

Ursachen – Wie entstehen Pilze im Rasen?

Pilze entstehen häufig durch:

  • nährstoffreiche Böden
  • stickstoffreiche Düngung
  • schlechte Drainage
  • saure Böden

Auch neu angelegte Rasenflächen begünstigen Pilzwachstum, da der Boden oft reich an organischem Material ist.

Pilze nach der Neuanlage des Rasens

Nach einer Rasenneuanlage sind ideale Bedingungen für Pilze gegeben. Besonders überschüssiger Stickstoff kann das Wachstum fördern. Eine gute Bodenvorbereitung und angepasste Düngung helfen, Pilze zu vermeiden.

Pilze auf sauren Böden

Pilze bevorzugen saure Böden. Deshalb treten sie häufiger in waldähnlichen Umgebungen auf. Ist der Boden zu sauer, fördert dies auch Moos. Regelmäßiges Kalken senkt den pH-Wert und reduziert Pilz- und Moosbildung.

Pilze im Rasen: gut oder schlecht?

Pilze im Rasen sind grundsätzlich positiv, da sie auf einen gesunden Boden hinweisen. Sie schaden dem Gras nicht und können die Bodenstruktur sogar verbessern. Dennoch empfinden viele Menschen sie als störend.

Gründe für eine Entfernung sind unter anderem:

  • optische Beeinträchtigung
  • mögliche Giftigkeit einzelner Arten
  • Hinweise auf Bodenprobleme

Wie kann man Pilze im Rasen bekämpfen?

Viele Pilze verschwinden von selbst, wenn sich Wetterbedingungen ändern. Wer nicht abwarten möchte, kann folgende Maßnahmen ergreifen:

  • Regelmäßiges Mähen: Das Abschneiden der Fruchtkörper hemmt weiteres Wachstum. Schnittreste unbedingt entfernen.
  • Einsatz von Eisensulfat: Wirksam, jedoch sparsam verwenden, da es alle Pilze im Boden abtötet. Innerhalb weniger Wochen verschwinden die Pilze.

Pilze umweltfreundlich bekämpfen

Essig kann eine umweltfreundliche, wenn auch begrenzt wirksame Methode sein. Bei starkem Befall sind andere Maßnahmen meist effektiver.

Organisches Material entfernen

Laub, Schnittgut und abgestorbene Pflanzenteile regelmäßig entfernen, um Pilzen die Nahrungsgrundlage zu entziehen.

Stickstoffdüngung reduzieren

Vermeiden Sie übermäßige Stickstoffgaben. Verwenden Sie ausgewogene Rasendünger, die speziell für Rasenflächen entwickelt wurden. Dies fördert gesundes Graswachstum und reduziert Pilzbildung.

Wie kann man Pilze im Rasen vorbeugen?

  • Organische Rückstände konsequent entfernen
  • Für gute Bodenbelüftung sorgen
  • Staunässe vermeiden
  • Regelmäßig belüften, z. B. mit Rasenlüftern oder Aeratorsandalen

Regelmäßige Pflege ist entscheidend. Neben Mähen und Belüften empfiehlt sich im Herbst ein kaliumreicher Herbstdünger. Dieser stärkt den Rasen, enthält wenig Stickstoff und erhöht die Widerstandskraft gegen Pilze.

Mähen und Belüften

Regelmäßiges Mähen hält den Rasen dicht und kräftig. Belüften verbessert Luft- und Wasserzirkulation im Boden und erschwert Pilzwachstum.

Mit diesen Tipps können Sie Pilze im Rasen effektiv bekämpfen und langfristig vorbeugen. So bleibt Ihr Rasen gesund, widerstandsfähig und sattgrün.

Haben Sie noch Fragen? Dann wenden Sie sich gerne an einen unserer Fachberater bei Samendirekt. Wir helfen Ihnen gerne dabei, Ihren Traumrasen zu verwirklichen.