Rasenpflege im Juni

Patrick Veldman|Veröffentlicht am

Rasenpflege im Juni: Mähen, bewässern und düngen. Tipps, um Ihren Rasen bei Hitze und Trockenheit gesund und widerstandsfähig zu halten.

gazononderhoud juni - gras sproeien
Direkt zu

Im Juni steigen die Temperaturen, sodass der Boden schneller austrocknet. Zwar wächst das Gras noch, bei anhaltender Hitze kann es aber schneller geschwächt werden. Ausreichende Bewässerung und regelmäßiges Mähen sind daher wichtig.

Gießen Sie bei Trockenheit, mähen Sie nicht zu kurz und vermeiden Sie, dass der Rasen über längere Zeit Stress ausgesetzt ist. So bleibt es auch bei wärmerem Wetter stark. Nachfolgend erfahren Sie, was der Rasen im Juni braucht.

Rasen mähen im Juni

Im Juni wächst das Gras noch gut, aber aufgrund der Hitze muss das Mähen etwas anders erfolgen. Meistens können Sie den Rasen ein- bis zweimal pro Woche mähen, vorzugsweise bei trockenem Wetter und nicht in der prallen Sonne oder während einer Hitzewelle.

Stellen Sie die Schnitthöhe etwas höher ein als im April oder Mai. Ideal sind vier bis fünf Zentimeter für die meisten Rasenflächen. Diese zusätzliche Länge spendet dem Boden Schatten und hilft dem Rasen, Feuchtigkeit zu speichern.

Mähen Sie vorzugsweise morgens oder am späten Nachmittag, damit die Halme nicht verbrennen. Überprüfen Sie bei warmem Wetter auch regelmäßig, ob das Messer scharf genug ist. Ein scharfes Messer schneidet die Halme sauber ab, sodass sie weniger Feuchtigkeit verlieren und widerstandsfähiger gegen warmes Wetter sind.

Weitere Tipps finden Sie in unserem Blog zum Thema Rasen mähen.

Rasen im Juni düngen

Im Juni wächst das Gras zwar immer noch kräftig, benötigt aufgrund des wärmeren Wetters aber andere Nährstoffe als im Frühjahr. Deshalb ist jetzt der richtige Zeitpunkt für die zweite Düngung des Jahres. Wählen Sie einen organischen Sommerdünger mit weniger Stickstoff und zusätzlichem Kalium. Das Kalium stärkt die Zellwände und hilft dem Gras, besser mit Trockenheit und Hitze umzugehen, genau das, was in dieser Zeit gefragt ist.

Streuen Sie den Dünger bei trockenem Wetter aus, vermeiden Sie jedoch Hitze. Organischer Dünger verbrennt den Rasen zwar nicht, kann bei hohen Temperaturen aber Blattschäden verursachen, wenn die Körner liegen bleiben. Kunstdünger kann hingegen in der prallen Sonne zu Verbrennungen führen. Bewässern Sie den Rasen nach dem Ausbringen des Düngers daher leicht, um dies zu verhindern.

Kalk sollten Sie besser im Herbst ausbringen. Im Juni benötigt der Rasen vor allem Nährstoffe und Kalk kann deren Aufnahme hemmen.

Rasen bewässern im Juni

Aufgrund der Hitze und der längeren Tage trocknet der Rasen im Juni schneller aus. Bei warmem und trockenem Wetter reicht in der Regel eine gründliche Bewässerung pro Woche aus. Ein gesunder Rasen benötigt etwa 25 bis 30 Millimeter Wasser pro Woche. Mit einem Gartensprinkler entspricht das etwa 30 bis 40 Minuten pro Zone, je nach Sprinklertyp und Wasserdruck.

Bewässern Sie vorzugsweise am frühen Morgen oder späten Abend, damit das Wasser in Ruhe einziehen kann und nicht sofort verdunstet. In unserem Blog über Rasenbewässerung finden Sie weitere praktische Tipps und Beispiele.

Rasen säen im Juni

Das Nachsäen von Rasen oder das Ausbessern kahler Stellen ist im Juni gut möglich, solange die oberste Bodenschicht nicht austrocknet. Durch die Hitze geschieht dies schneller als im Frühjahr. Halten Sie die eingesäte Stelle daher leicht feucht, damit die Rasensamen keimen können.

Bei anhaltenden Temperaturen über 25 °C trocknet der Boden zu schnell aus und das Wachstum kommt fast sofort zum Stillstand. In solchen Zeiten sollten Sie besser bis zum Herbst warten, wenn die Temperaturen niedriger sind und die Keimung zuverlässiger erfolgt. In unserem Blog „Wie säe ich meinen Rasen nach?“ finden Sie eine klare Schritt-für-Schritt-Anleitung.

Rasenkrankheiten erkennen und vorbeugen

Im Juni ist das Risiko für Pilzbefall aufgrund der Kombination aus Hitze und hoher Luftfeuchtigkeit größer. Erhält der Rasen zudem zu wenige Nährstoffe, wird er anfälliger, insbesondere für Krankheiten wie Rotspitzigkeit, und Krankheiten können sich schneller entwickeln.

Rotspitzigkeit erkennt man an rötlichen Fäden zwischen den Halmen. Rost verursacht orange- bis braune, pulverige Flecken, die oft auf Schuhe oder Hände abfärben. Dollarflecken beginnen mit kleinen, runden, blassen Flecken, die sich langsam ausbreiten und oft in Gruppen auftreten.

Um den Rasen kräftig zu halten und Rotspitzigkeit vorzubeugen, sollten Sie regelmäßig mähen, ohne das Gras zu kurz zu schneiden, und ihn mit ausreichend Nährstoffen versorgen. Verhindern Sie, dass der Rasen über längere Zeit zu feucht bleibt, indem Sie für eine gute Entwässerung und ausreichende Luftzirkulation sorgen. Eine Belüftung hilft dabei.

In unserem Blog „Rotspitzigkeit im Rasen bekämpfen“ erfahren Sie genau, wie Sie Krankheiten frühzeitig erkennen und gezielt bekämpfen können.

Engerlinge und Ameisen bekämpfen

Im Juni sind Engerlinge in der obersten Bodenschicht aktiv. Dort befallen sie Graswurzeln und verursachen gelbe Flecken. Überprüfen Sie knapp unter der Oberfläche auf weiße Larven und bekämpfen Sie diese mit Nematoden, sobald die Bodentemperatur über zwölf Grad liegt. Weitere Erläuterungen finden Sie in unserem Blog zum Thema Engerlinge im Rasen bekämpfen.

Ameisen nisten gerne an trockenen, warmen Stellen, und ihre Sandhügel können den Rasen aufdrücken. Bekämpfen Sie sie mit Nematoden gegen Ameisen und vermeiden Sie Mittel, die das Gras schädigen. Wiederholen Sie die Behandlung bei starkem Befall nach zwei bis drei Wochen. Eine gute Pflege und ausreichende Feuchtigkeit verringern die Wahrscheinlichkeit, dass Ameisen neue Nester anlegen. Weitere Tipps finden Sie in unserem Blog zum Thema Ameisen im Rasen bekämpfen.

Kann man im Juni noch vertikutieren?

Vertikutieren ist im Juni nicht zu empfehlen. Durch die Hitze und starke Sonneneinstrahlung trocknet der Rasen schnell aus und erholt sich nur schwer von den dabei verursachten Schäden. Das Risiko von braunen Stellen oder Verbrennungen ist daher groß. Konzentrieren Sie sich in dieser Zeit daher lieber auf Düngung, Bewässerung und regelmäßige Pflege. Im Herbst können Sie wieder bedenkenlos vertikutieren.

Rasenkanten schneiden und Unkraut entfernen

Schneiden Sie die Rasenkanten am besten nach dem Mähen, damit der Rasen einen sauberen und klaren Rand behält und nicht in die Beete hineinwächst.

Regelmäßiges Mähen hemmt das Wachstum vieler Unkräuter. Hartnäckige Arten sollten Sie am besten von Hand entfernen, wobei Sie die Wurzeln vollständig mitnehmen sollten, um neues Wachstum zu verhindern.

Rasenpflege im Juni im Überblick

Im Juni reagiert der Rasen schnell auf Hitze und Trockenheit. Überprüfen Sie deshalb regelmäßig, ob der Rasen ausreichend Feuchtigkeit erhält, und achten Sie auf Verfärbungen oder Trockenstellen. Handeln Sie sofort, wenn Sie Schäden feststellen, damit der Rasen kräftig bleibt.

Checkliste für die Rasenpflege im Juni:

  • Wöchentlich mähen
  • Sommerdünger ausbringe
  • Bei günstigem Wetter nachsäen
  • Bei Trockenheit einmal pro Woche bewässern
  • Auf Rasenkrankheiten prüfen
  • Schädlinge bekämpfen
  • Rasenkanten nacharbeiten
  • Unkraut entfernen