Ackerschachtelhalm bekämpfen und vorbeugen
Es gibt durchaus Möglichkeiten, ein hartnäckiges Wurzelunkraut wie Ackerschachtelhalm (Zinnkraut) zu bekämpfen. Lesen Sie hier alles darüber!
Ackerschachtelhalm kommt in Deutschland nahezu überall vor. In den meisten Fällen handelt es sich um eine Pflanze, die man lieber loswerden möchte. Es ist ein hartnäckiges Wurzelunkraut, das sich extrem stark ausbreiten kann. Hinzu kommt, dass Ackerschachtelhalm für Haustiere giftig ist. Haben Sie Hunde oder Katzen im Garten, ist es daher ratsam, möglichst schnell Maßnahmen zu ergreifen. Auch Pferde reagieren empfindlich auf den in der Pflanze enthaltenen Giftstoff Equizetin.
In diesem Blog finden Sie praktische Tipps, wie Sie Ackerschachtelhalm erkennen, bekämpfen und künftig vermeiden können.
Was ist Ackerschachtelhalm?
Ackerschachtelhalm gehört zur Familie der Schachtelhalmgewächse und kann eine Höhe von etwa 40 Zentimetern erreichen. Die Pflanze wird auch als Schachtelhalm bezeichnet. Wer online nach Ackerschachtelhalm sucht, stößt schnell auf zahlreiche Berichte über Bekämpfungsmittel und Frustration bei Gärtnern und Hobbygärtnern. Das ist kaum verwunderlich, denn dieses Unkraut ist besonders schwer zu bekämpfen.
Die Wurzeln des Ackerschachtelhalms wachsen extrem tief und können bis zu sechs Meter unter die Erde reichen. Zudem verzweigen sie sich stark in die Breite. Auf diese Weise entzieht die Pflanze selbst tiefen Bodenschichten wichtige Nährstoffe und laugt den Boden aus.
Beim Herausziehen bricht die Wurzel meist ab. Da Ackerschachtelhalm große Mengen Nährstoffe in seinem Rhizom speichert, ist es entscheidend, dieses dauerhaft zu schwächen. Das ist jedoch eine echte Herausforderung. Sobald die Temperaturen steigen, häufig im April und Mai, kann der Garten schnell von Ackerschachtelhalm überwuchert werden. Besonders ärgerlich ist, dass er bevorzugt zwischen Pflanzen oder Pflasterflächen wächst, also genau dort, wo man ihn am wenigsten haben möchte.
Wie erkennt man Ackerschachtelhalm?
Ackerschachtelhalm ist relativ leicht zu erkennen, auch wenn es rund fünfzehn verschiedene Arten gibt. Die Pflanze besitzt verzweigte, aufrecht wachsende Stängel, die an einen Katzenschwanz erinnern.
Die weiblichen, hellbraunen Triebe ähneln optisch kleinen Pilzen, was ein weiteres typisches Erkennungsmerkmal darstellt.

Ackerschachtelhalm bekämpfen
Zunächst eine ehrliche Einschätzung: Es gibt kein Pflanzenschutzmittel, das Ackerschachtelhalm kurzfristig vollständig beseitigt. Chemische Mittel sind daher nicht empfehlenswert. Sie schädigen den Boden, während der Ackerschachtelhalm ungestört weiterwächst. Eine schnelle Lösung gibt es leider nicht.
Eine bewährte Methode ist das regelmäßige Hacken oder Abschneiden, damit die Pflanze nicht die Oberhand gewinnt. Gleichzeitig sollte der Boden mit Lavamehl angereichert werden. Lavamehl verbessert die Bodenstruktur durch die Zufuhr von Mineralien und organischer Substanz. Es wirkt sowohl als Bodenverbesserer als auch als Dünger und sorgt für einen lockeren, gut durchlüfteten Boden mit besserem Wasserhaushalt.
Nach mehreren Anwendungen entsteht wieder ein mineralstoffreicher Boden. Wundereffekte sind jedoch nicht sofort zu erwarten. In den meisten Fällen dauert es mehrere Jahre, bis die Wurzelstöcke dauerhaft geschwächt sind. Dennoch ist diese langfristige Bodenverbesserung die einzige wirklich effektive Methode, um Ackerschachtelhalm nachhaltig zu bekämpfen.
Alternativ kann der Boden mit Agrarfolie oder Teichfolie abgedeckt werden. Dadurch wird das Wachstum gehemmt, allerdings ist auch dies eine mehrjährige Maßnahme und optisch wenig attraktiv.
Oberirdisch lässt sich Ackerschachtelhalm zwar mit einem Unkrautbrenner oder kochendem Wasser bekämpfen, doch das Problem kehrt schnell zurück. Entscheidend ist immer die Mineralversorgung des Bodens.
Wenn Sie Ackerschachtelhalm manuell entfernen, lassen Sie die Pflanzenreste ruhig kurz auf dem Boden liegen. Die Wurzeln enthalten viele Mineralien, die so wieder in den Boden zurückgeführt werden können.
Ackerschachtelhalm vorbeugen
Ackerschachtelhalm gilt als sogenannte Zeigerpflanze. Sein Auftreten weist auf einen nährstoffarmen oder mineralstoffarmen Boden hin. Die Pflanze wurzelt so tief, weil dort noch Nährstoffe vorhanden sind.
Um Ackerschachtelhalm vorzubeugen, empfiehlt sich:
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eine jährliche Bodenanalyse
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gezielte Düngung nach Bedarf
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das Pflanzen bodendeckender Gewächse mit kräftigem Wurzelsystem
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die Schaffung schattiger Bereiche, da Ackerschachtelhalm Sonne bevorzugt
Dichte Bepflanzung hemmt seine Entwicklung erheblich.
Die positive Seite von Ackerschachtelhalm
So lästig Ackerschachtelhalm auch ist, er besitzt auch nützliche Eigenschaften:
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Ackerschachtelhalm ist essbar, vor allem in Form von Tee, der blutreinigend wirkt
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Er kann zur Bekämpfung von Pilzkrankheiten eingesetzt werden, da er reich an Schwefel und Kieselsäure ist
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Seit Jahrhunderten wird er in der Naturheilkunde verwendet und besitzt zahlreiche heilende Eigenschaften
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