Rasen nach dem Vertikutieren pflegen

Patrick Veldman|Veröffentlicht am

Erfahren Sie, wie Sie Ihren Rasen nach dem Vertikutieren richtig düngen, nachsäen, wässern und pflegen, damit er sich schnell erholt.

Wat te doen na het verticuteren van je gazon?
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Nach dem Vertikutieren sieht der Rasen oft erst einmal mitgenommen aus. Kahle Stellen, gelbliche Halme und ein dünnes Gesamtbild sind dabei ganz normal. Das bedeutet nicht sofort, dass beim Vertikutieren etwas falsch gelaufen ist.

Beim Vertikutieren werden Moos, Rasenfilz und abgestorbene Pflanzenteile aus dem Rasen entfernt. Dadurch bekommt der Rasen wieder mehr Luft, Licht und Platz zum Wachsen. Gleichzeitig wird die Rasenfläche aber auch belastet. Deshalb ist die richtige Pflege nach dem Vertikutieren besonders wichtig.

In diesem Artikel erfahren Sie, was Sie nach dem Vertikutieren tun sollten. Sie lesen, in welcher Reihenfolge Sie vorgehen, wann Sie den Rasen düngen, wann eine Nachsaat sinnvoll ist und wann Kalken oder Sanden wirklich nötig ist.

Mehr Grundlagen zum Thema finden Sie auch in unserem allgemeinen Ratgeber zum Rasen vertikutieren.

Die richtige Reihenfolge nach dem Vertikutieren

Was macht man nach dem Vertikutieren? Am besten gehen Sie Schritt für Schritt vor. So pflegen Sie den Rasen gezielt und vermeiden unnötige Arbeit.

Wichtig ist: Nicht jede Maßnahme ist immer notwendig. Ausschlaggebend sind der Zustand Ihres Rasens, die Bodenart und die Jahreszeit.

Die sinnvolle Reihenfolge lautet:

  1. Moos und Rasenfilz entfernen: Nach dem Vertikutieren liegt oft viel loses Material auf der Fläche. Harken Sie Moos, Filz und Pflanzenreste gründlich ab. So bekommen die Gräser wieder mehr Licht und Luft. 
  2. Kahle Stellen nachsäen: Nach dem Vertikutieren werden dünne Stellen oft sichtbar. Säen Sie diese Stellen direkt nach. Die Rasensamen haben dann guten Kontakt zum Boden und können besser keimen. 
  3. Rasen düngen: Nach dem Vertikutieren braucht der Rasen neue Kraft. Ein passender Rasendünger versorgt die Gräser mit wichtigen Nährstoffen. Das unterstützt das Wachstum und die Erholung. 
  4. Bei schweren Böden sanden: Sanden ist vor allem bei schweren, lehmigen oder nassen Böden sinnvoll. Der Sand macht den Boden lockerer. Wasser kann dadurch besser ablaufen. 
  5. Nur bei zu niedrigem pH-Wert kalken: Kalken ist nicht nach jedem Vertikutieren nötig. Kalk ist nur sinnvoll, wenn der Boden zu sauer ist. Das erkennen Sie am besten mit einem Bodentest.
  6. Wässern und den Rasen schonen: Nach dem Düngen und Nachsäen braucht der Rasen Wasser. Halten Sie den Boden gleichmäßig feucht und betreten Sie die Fläche in den ersten Wochen möglichst wenig.

Rasen nach dem Vertikutieren düngen: Nährstoffe für die Regeneration

Nach dem Vertikutieren zu düngen ist in vielen Fällen sinnvoll. Der Rasen wurde von Moos und Rasenfilz befreit. Gleichzeitig wurde er durch das Vertikutieren aber auch strapaziert. Die vorhandenen Gräser müssen nun wieder kräftig wachsen.

Ein guter Rasendünger hilft dem Rasen bei dieser Erholung. Die Nährstoffe stärken die Gräser, fördern das Wurzelwachstum und helfen dabei, offene Stellen schneller zu schließen. Das ist wichtig, denn kahle Stellen bieten Moos und Unkraut viel Platz.

Düngen Sie den Rasen nach dem Vertikutieren, aber nicht auf komplett trockenem Boden. Ist der Boden sehr trocken, sollten Sie ihn vorher leicht wässern. Alternativ können Sie mit dem Düngen warten, bis es geregnet hat.

Nach dem Düngen sollten Sie den Rasen erneut wässern. So lösen sich die Nährstoffe und gelangen in den Boden. Dort können die Wurzeln sie besser aufnehmen.

Nach dem Vertikutieren haben Sie zwei gute Möglichkeiten. Braucht Ihr Rasen vor allem neue Nährstoffe, eignet sich Kickstart - Rasendünger Frühjahr. Dieser Rasendünger enthält extra Stickstoff und bringt das Graswachstum wieder in Gang. Magnesium unterstützt außerdem eine satte grüne Farbe.

Sind viele kahle Stellen sichtbar, ist Power Lawn - All-in-One Rasenpaket eine praktische Lösung. Dieses Produkt kombiniert Rasensamen, Dünger, Kalk und Unterstützung für das Bodenleben. So schließen Sie Lücken, versorgen den Rasen mit Nährstoffen und verbessern die Grundlage für neues Wachstum in einem Schritt.

Rasen nach dem Vertikutieren nachsäen: Kahle Stellen wieder schließen

Nach dem Vertikutieren werden kahle und dünne Stellen oft deutlich sichtbar. Diese offenen Stellen sollten Sie nicht einfach frei lassen. Dort können sich Moos und Unkraut schnell ausbreiten. Mit einer Nachsaat helfen Sie dem Rasen, wieder dicht zu wachsen.

Wenn Sie den Rasen nach dem Vertikutieren nachsäen, wählen Sie das Saatgut passend zur Situation. Für schattige Flächen eignet sich ein Schattenrasen. Bei trockenen Standorten ist ein Trockenrasen sinnvoll. Wird die Fläche regelmäßig betreten oder genutzt, ist ein Spielrasen die bessere Wahl. Für einzelne Lücken im bestehenden Rasen sind Nachsaat-Rasensamen besonders praktisch.

Wichtig bei der Aussaat ist ein guter Bodenkontakt. Das bedeutet: Die Rasensamen müssen den Boden berühren. Nur dann können sie gut keimen. Streuen Sie die Samen gleichmäßig auf die kahlen Stellen. Danach können Sie das Saatgut leicht einharken oder vorsichtig andrücken.

Achten Sie darauf, die Samen nicht zu tief in den Boden zu bringen. Rasensamen brauchen Licht, Wärme und Feuchtigkeit. Halten Sie die Fläche nach der Aussaat deshalb gleichmäßig feucht.

Mehr Tipps zur richtigen Aussaat finden Sie in unserem Ratgeber Rasen nachsäen. Dort erklären wir Schritt für Schritt, wie Sie kahle Stellen erfolgreich schließen.

Kalken, Sanden und Walzen: Was ist nach dem Vertikutieren sinnvoll?

Kalken ist nur sinnvoll, wenn der pH-Wert zu niedrig ist. Dann ist der Boden zu sauer. Ein zu saurer Boden kann Moos fördern. Außerdem kann der Rasen Nährstoffe schlechter aufnehmen. Kalken Sie deshalb nicht ohne Bodentest. Zu viel Kalk kann dem Boden schaden.

Sanden hilft vor allem bei schweren, nassen oder festen Böden. Eine dünne Schicht Rasensand macht den Boden lockerer. Wasser kann dann besser ablaufen. Auf leichten, sandigen Böden brauchen Sie meist keinen zusätzlichen Sand.

Walzen ist nach dem Vertikutieren nicht immer nötig, kann nach dem Nachsäen aber sehr sinnvoll sein. Durch leichtes Walzen werden die Rasensamen an den Boden gedrückt. So bekommen sie besseren Bodenkontakt und können gleichmäßiger keimen.

Wichtig ist, dass der Boden nicht zu nass ist und Sie nur mit leichtem Druck arbeiten. Bei sehr schweren oder nassen Böden sollten Sie vorsichtig sein, damit der Boden nicht zusätzlich verdichtet wird. Eine leichte Rasenwalze oder ein Brett reicht dafür meist aus.

Rasen nach dem Vertikutieren wässern und schonen

Wasser spielt nach dem Vertikutieren eine wichtige Rolle. Es hilft dem Dünger, in den Boden zu gelangen. Außerdem unterstützt es die Keimung der Rasensamen.

Besonders frisch gesäte Rasensamen dürfen nicht austrocknen. Halten Sie den Boden deshalb gleichmäßig feucht. Gießen Sie lieber regelmäßig und mäßig als selten und sehr viel auf einmal. Mehr praktische Tipps finden Sie in unserem Ratgeber Rasen wässern

Vermeiden Sie Staunässe. Damit ist Wasser gemeint, das lange auf der Fläche stehen bleibt. Zu viel Wasser kann den Wurzeln schaden und die Erholung des Rasens bremsen.

Schonen Sie den Rasen nach dem Vertikutieren einige Zeit. Betreten Sie ihn möglichst wenig. Vermeiden Sie intensive Nutzung, zum Beispiel Spielen, Gartenmöbel auf der Fläche oder häufiges Laufen über den Rasen.

Wie sieht der Rasen nach dem Vertikutieren aus?

Oft nicht sofort schön. Der Rasen kann gelb, dünn, ungleichmäßig oder stark mitgenommen wirken. Das ist aber nicht automatisch ein schlechtes Zeichen.

Je mehr Moos und Rasenfilz entfernt wurde, desto kahler wirkt die Fläche zunächst. Besonders bei stark vermoosten Rasenflächen wird nach dem Vertikutieren oft sichtbar, wie wenig gesundes Gras noch vorhanden war.

Das Vertikutieren hat den Schaden dann nicht verursacht. Es hat ihn nur sichtbar gemacht. Genau deshalb ist die Pflege danach so wichtig.

Ein strapaziertes Aussehen ist nach dem Vertikutieren also oft normal. Mit Nachsaat, Dünger, Wasser und etwas Geduld kann sich der Rasen gut erholen. Je nach Temperatur, Feuchtigkeit und Zustand des Rasens dauert es einige Wochen, bis die Fläche wieder dichter und grüner wirkt.

Fazit: So erholt sich Ihr Rasen nach dem Vertikutieren

Nach dem Vertikutieren sieht der Rasen oft erst einmal dünn oder kahl aus. Das ist meistens normal. Wichtig ist, dass Sie den Rasen danach richtig unterstützen: Entfernen Sie loses Material, säen Sie kahle Stellen nach, düngen Sie bei Bedarf und halten Sie die Fläche gleichmäßig feucht.

Sanden, Kalken und Walzen sind keine festen Pflichtschritte. Sie sind nur sinnvoll, wenn Boden und Rasen es wirklich brauchen. So erholt sich Ihr Rasen gezielt und kann wieder dicht, grün und kräftig nachwachsen.

Häufig gestellte Fragen nach dem Vertikutieren

Erst mähen oder vertikutieren?

Mähen Sie den Rasen zuerst und vertikutieren Sie danach. Ein kurzer Rasen erleichtert dem Vertikutierer die Arbeit. Die Messer erreichen den Rasenfilz besser, und Moos sowie abgestorbene Pflanzenteile lassen sich gründlicher entfernen.

Kurz gesagt: Erst mähen, dann vertikutieren. So ist die Reihenfolge beim Vertikutieren, Düngen und Nachsäen am sinnvollsten.

Kann man Rasen nach dem Vertikutieren gleichzeitig säen und düngen?

Ja, Sie können den Rasen nach dem Vertikutieren gleichzeitig säen und düngen. Wichtig ist ein geeigneter Dünger, am besten ein organischer Rasendünger.

Welchen Dünger sollte man nach dem Vertikutieren verwenden?

Nach dem Vertikutieren eignet sich ein organischer Rasendünger, der den Rasen gleichmäßig mit Nährstoffen versorgt. Er wird im Boden langsam abgebaut und gibt seine Nährstoffe nach und nach frei.

Das ist besonders hilfreich, wenn Sie nach dem Vertikutieren auch Rasensamen ausbringen. Die bestehenden Gräser werden gestärkt, und das neu gesäte Gras kann ebenfalls von den Nährstoffen profitieren.

Dieser wird im Boden langsam abgebaut und gibt seine Nährstoffe nach und nach frei. So profitieren nicht nur die bestehenden Gräser, sondern auch das neu gesäte Gras davon.

Muss man den Rasen nach dem Vertikutieren kalken?

Nein, Kalken ist nach dem Vertikutieren nicht automatisch notwendig. Kalken Sie nur, wenn ein Bodentest zeigt, dass der pH-Wert zu niedrig ist. Ohne Messung besteht die Gefahr, dass Sie unnötig oder zu viel Kalk ausbringen.

Wann darf man nach dem Vertikutieren wieder mähen?

Mähen Sie erst wieder, wenn sich der Rasen sichtbar erholt hat und nachgewachsen ist. Meist ist das nach etwa 2 bis 3 Wochen der Fall.

Wenn Sie nachgesät haben, sollten Sie etwas länger warten. Das junge Gras sollte etwa 8 bis 10 cm hoch sein, bevor Sie zum ersten Mal mähen. Schneiden Sie den Rasen dann nicht zu kurz, sondern kürzen Sie ihn nur vorsichtig. So werden die jungen Gräser nicht unnötig belastet.

Wie lange sollte man den Rasen nach dem Vertikutieren nicht betreten? 

Schonen Sie den Rasen nach dem Vertikutieren möglichst einige Wochen, besonders wenn Sie nachgesät haben. Leichtes Betreten ist meist kein Problem. Intensive Nutzung sollten Sie jedoch vermeiden, bis die Fläche wieder dichter und belastbarer ist.